Sind die Kinder wirklich immer draußen?DSCN5127 (Medium)

Kinder und Erzieher halten sich bei nahezu jedem Wetter draußen auf. Für die Kinder gibt es die Einteilung „gutes“ und „schlechtes“ Wetter kaum. Bei richtiger Kleidung und Ausrüstung hält jede Witterung für die Kinder ihre eigenen besonderen Spiel- und Entdeckungsmöglichkeiten bereit. Sollte es aber doch einmal zu ungemütlich werden, steht ein großer, beheizbarer Bauwagen als Rückzugsmöglichkeit zur Verfügung. Wenn der Aufenthalt im Wald zu gefährlich ist (z.B. bei Sturm), kann die Kindergartengruppe in zwei große Räume der nahegelegenen Waldorfschule ausweichen.  

Wo gehen die Kinder auf die Toilette?

Es gibt speziell gekennzeichnete „Piesel-Plätze“ außerhalb des Spielbereichs. Größere Geschäfte werden mit einer Plastiktüte entsorgt. Je nach Alter und Wunsch der Kinder gehen sie alleine oder in Begleitung eines Erziehers.  

Wie sieht es aus mit der Hygiene?DSCN8715 (Medium)

Nach der Toilette und vor dem Essen werden die Hände mit frischem Wasser und Lava-Seife gewaschen. Zum Abtrocknen haben die Kinder ein eigenes kleines Handtuch.  

Werden „Waldkinder“ überhaupt schulreif?

Auch im Waldkindergarten gibt es Vorschule. Wie in jedem anderen Kindergarten auch wird hier gemalt, gebastelt, gelesen, erzählt und gesungen. Buchstaben und Zahlen werden auf spielerische Art und Weise geübt. Zusätzlich trainieren die Kinder auch durch den Umgang mit den verschiedensten Werkzeugen Ihre Feinmotorik und lernen durch die natürlichen Gegebenheiten im Wald hervorragend, Ihre grobmotorischen Fähigkeiten einzuschätzen und zu beherrschen.  

Gibt es wirklich keine Spielsachen?

Im Wald wird nahezu komplett auf herkömmliches, vorgefertigtes Spielzeug verzichtet. Die Kinder bekommen "Handwerkszeug" zur Verfügung gestellt und kreieren sich damit, dank ihrer schier unerschöpflichen Fantasie und Kreativität die wunderbarsten Beschäftigungen. Durch den Verzicht auf konventionelle Spielsachen werden die Kinder auf einer ganz anderen Ebene angesprochen und "trainiert".  

Können Waldkinder stillsitzen?

Stillsitzen kann man nicht "lernen". Es kommt von ganz alleine. Waldkinder haben die Möglichkeit, Ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben und sich auch mal richtig "auszupowern". Mit dem Erlebnis, dass es genügend Möglichkeiten gibt, sich zu bewegen, ergeben sich die Ruhephasen ganz von selbst. Im Laufe der Zeit lernen die Kinder dann auch, Ruhe- und Aktivitäsphasen gezielt zu steuern.  

Wie sieht der Tagesablauf im Wald aus?

8:00 Uhr bis 9:00 Uhr: Ankunft aller Kinder, in dieser Zeit Freispiel bis ca. 10:30 Uhr: Morgenkreis, Begrüßung, gemeinsame Tagesplanung, Singen, Geschichten hören, erste Brotzeit bis ca. 12:15 Uhr: Wechsel von Freispiel und festen Angeboten bis ca. 12:45 Uhr: zweite Brotzeit und danach gemeinsames Aufräumen, je nach Wunsch der Kinder nochmals Lieder/Geschichten 13:00 Uhr bis 13:30 Uhr: Abholen Alle Uhrzeiten sind ungefähre Angaben. Es gibt keinen fixen Zeitplan, sondern nur einen wiederkehrenden Ablauf, der den Kindern Halt und Sicherheit gibt. Die genaue Dauer der einzelnen Abschnitte wird individuell an die Bedürfnisse aller angepasst und kann so täglich etwas variieren.  

Können auch auswärtige Kinder den Ismaninger Waldkindergarten besuchen?

JA! Auch Kinder, die nicht in Ismaning wohnen, können in den Waldkindergarten aufgenommen werden.